Psoriasis im Beziehungsalltag


Alle Studienteilnehmer gaben anhand standardisierter Fragebögen (Female Sexual Function Index, FSFI, bei Frauen bzw. International Index of Erectile Function, IIEF, bei Männern) Auskunft über die Häufigkeit und Qualität ihrer sexuellen Aktivitäten der letzten Monate. Erfasst wurden u.a. sexuelle Lust, sexuelle Erregbarkeit, Orgasmusfähigkeit, Befriedigung und Schmerzen beim Geschlechtsverkehr. Daneben wurden die Schwere der Hautkrankheit mittels PASI (Psoriasis Area and Severity Index), die Lebensqualität sowie eventuell bestehende depressive Verstimmungen ermittelt de.wikipedia.org.

Sowohl Frauen als auch Männer litten bei Vorliegen von Psoriasis häufiger unter einer sexuellen Störung als die gesunden Kontrollpersonen und zwar unabhängig davon, ob sie gleichzeitig an einer Depression erkrankt waren oder nicht. Die Schwere der Hauterkrankung hatte dabei keinen Einfluss.

Psoriasis würde demnach die sexuellen Aktivitäten der Patienten direkt beeinflussen, so die Studienautoren. Dies sei vermutlich auf die mit der Hauterkrankung einher gehenden Symptome wie Jucken, Schmerzen, Brennen oder Stechen zurückzuführen. Diese beeinträchtigten auch die Selbstwahrnehmung der Patienten sowie deren soziale Beziehungen. Da sexuelle Störungen wiederum ebenfalls Einfluss auf Selbstwahrnehmung und soziale Interaktionen hätten, was bei den Betroffenen zu Verunsicherung und Stress führt und die Lebensqualität herabsetzt, sei es von erheblicher Bedeutung, den Zusammenhang von Psoriasis und sexueller Funktionsbeeinträchtigung zu kennen. Die wirksame Behandlung sexueller Störungen bei Patienten mit Psoriasis könne deren Wohlbefinden und Lebensqualität vermutlich erheblich verbessern.

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